Missglückter Roman, 4. Kapitel, "Die Flucht aus der Gegenwart" (2. Fortsetzung)
Dads Stellvertreter Muzulke befielen in der Kantine plötzlich Darmkrämpfe. Wir hofften, dass sich niemand sofort mit ihnen beschäftigte. Denn mehr als 48 Stunden hätten wir so oder so nicht, um die Zielkoordinaten unserer Reise neu zu programmieren und die Energievorräte aufzustocken. So lange fiele der letzte Anhänger des WK2-Projektes in der Forschungsgruppe mit Sicherheit aus. Wenn unser Alternativabflug misslang, waren die Krieger auch ohne Muzulke am Zug. Also konnten uns etwaige Nachforschungen um seine Krankheit egal sein.
Wichtiger war für uns, unbemerkt ins Zeitschiff zu gelangen. Das ganze Startfeld war logischerweise Sperrgebiet, zu dem von unserer Mannschaft nur mein Vater Zutritt hatte.
Vierundzwanzig Stunden lang bestückten Dad und die anderen im Labor den internen Reaktor. Wir fixierten auf der Station die ausgebaute Konsole neu und bereiteten unseren Countdown vor. Das lief alles so lange reibungslos, bis sich das Verteidigungsministerium meldete. Für den nächsten Tag sei eine außerplanmäßige Inspektion des Interkontinentalen Bündniskommandos auf dem Übungsgelände angesagt worden. Anders ausgedrückt: Die großen Freunde mussten von den Fortschritten des WK2-Projekts Wind bekommen haben und sie als Kriegserklärung verstanden haben. Oder in unseren eigenen Reihen war ein Spion. Bisher hatten die Amerikaner uns arbeiten lassen, wohl unsere Forschung in einer Sackgasse wähnend, denn früher waren sie uns weit voraus gewesen, hatten aber wegen zu geringer Erfolgsaussichten ähnliche Projekte abgebrochen. Das Ganze konnte natürlich auch ein echter Zufall sein. Dass ausgerechnet jetzt ... Also wir mochten nicht an Zufälle glauben.
Egal. Unser Verteidigungsministerium verlangte einen Start drei Stunden vor Eintreffen der Kontrolloffiziere. In den nächsten Stunden würde die Original-WK2-Einsatzmannschaft das Schiff betreten. Und die Ersatzleute den Tower. Entweder wir handelten sofort oder mussten den Ereignissen ihren Lauf lassen.
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