Operation Zeitensprung, 8. Kapitel: Ein neuer Tag (1. Fortsetzung)
Im Café hatten die anderen gefrühstückt. Nicht nackt.
„Das ist Paps“, hatte Nuk ihren Vater vorgestellt.
„Ja, Paps, das könnt ihr auch sagen. Es merkt sich am schnellsten“, bestätigte er.
Für einen Moment zitterte ich. Bei dem Mann fielen die blauschwarzen Haare um sein rundes, ockerfarbenes Gesicht immer wieder von selbst in die ursprüngliche Pagenfrisur zurück. Die Augen waren dunkler als bei meinem Vater. Seine Nase war klein und platt, und obwohl ich ahnte, dass er noch nicht alt sein konnte, war sein Gesicht voller Fältchen und Grübchen. Ein Gesicht, das wohl in Jahrzehnten nicht älter aussehen würde. Und ein Gesicht, das trotz aller Unterschiede den Eindruck hervorrief, mein Vater wäre mit einem Schuss Gunti wieder zum Leben erwacht. Ich würde ihm, so gut es ginge, aus dem Wege gehen.
„Also Paps. Hallo!“
Nun saßen wir alle beisammen und das Erzählen konnte beginnen. Nur wer sollte anfangen?
„Mama, du hast gestern so eine seltsame Bemerkung gemacht. Von wegen, du weißt, dass wir die Wahrheit sagen. Wie war das gemeint?“
„Unser Rettungssystem hat euer Auftauchen, Erscheinen oder wie ihr das nennen wollt, gemeldet. Wie sollten wir darauf reagieren? Es taucht ja nicht alle Tage ein unbekanntes Objekt auf, selbst im Märchenwald nicht. Wir beobachteten euch von weitem. Von euren Absichten wussten wir nichts. Ob ihr uns angreifen wolltet. Bevor wir etwas unternehmen konnten, hattet ihr schon Nuk bei euch. Sie war nicht als erste Gastgeberin vorgesehen, bestimmt nicht. Wir hätten uns schon was für euch einfallen lassen, hätten euch einen feierlichen Empfang bereitet. Mit Musik und großen Reden, Blümchen und so. Wir sahen dann aber, das euch das nicht recht gewesen wäre.“
„Wie wahr“, fuhr es Fritzi heraus.
„Wir als Nuks Familie sollten über euch entscheiden. Versteht ihr?“