Die Fleisch fressenden Bienen (39)
Ich dürfte dunkelrot geworden sein. „Wie lange ...“
Sie wiegte den Kopf. „Lange genug, würde ich sagen.“ Sie schien das köstlich zu amüsieren.
„Ich dachte, ...“ Bis zum Verlegenheitsstottern hatte mich bis dahin noch keine Frau getrieben.
„..., hier wirst du nicht von Monsterbienen in deinen Liebling gestochen. Du solltest übrigens die Hose ordentlich zu machen.“
Wenn das Romanas Art war, mir mitzuteilen, dass sie mich nicht nur beim Abstrullen beobachtet, sondern auch vorher belauscht hatte, so war die von blumiger Offenheit.
Romana begleitete mich zurück in den Partybungalow – übrigens mit diesem geheimnisvollen Meter Abstand links vor mir wie ich mir das bei Bodyguards vorgestellt hätte. Ich kam gerade rechtzeitig. Nicht zu früh, vor allem aber auch nicht so spät, dass mich alle beim Reinkommen angestarrt hätten.
Meine erhoffte Glückssträhne hielt an. Zwar blies Patsy ins inhaltliche Horn von Kantus´ Beitrag, aber er war noch nicht fertig, da ging die Tür auf und mit einer besänftigenden Geste für Redner und Zuhörer, die alle zu ihm hinsahen, kam Yong-Brown rein. Er kam sozusagen kaum 100 Sekunden vor seinem Einsatz. Und er ließ es sich auch nicht nehmen, sofort das Wort zu ergreifen: „Vorstellen brauche ich mich wohl nicht.“ (Es folgte eine den großen Chef diplomatisch beweihräuchernde Lachpause.) „Euer Projektleiter bat mich, zur Entscheidungsfindung ein paar klärende Worte beizutragen. Bitte. Das will ich gern tun. In der jetzigen Etappe unserer Arbeit ist es nämlich egal, aus welchem Grund wir es für richtig erachten, möglichst viele Völker der FN 3514-Bienen zu schaffen. Wichtig ist nur, dass wir es tun und dass wir es schnell tun. Wir brauchen diese Völker. Wir, Amerika, die Welt. Und diese Völker brauchen uns. Worauf auch immer der Einfluss des Schwarms nach draußen beruht, er wird entsprechend der verminderten Größe der Einzelschwärme wahrscheinlich sogar überdimensional schrumpfen. Jeder Teilschwarm für sich wird eine bestimmbare Zeit brauchen, um zur Fähigkeit der Mutterschwarms zurückzufinden. In dieser Zeit ist er beherrschbar. Wer sich also sorgt, dass fehlschlagende Experimente in einem der Treibhäuser die Tiere der anderen wild machen könnte, fürchtet zu viel. Die Horrorvorstellungen, was die Monster von ihrem Gefängnis aus mit Menschen und Dingen in ihrer Umgebung anstellen könnten, entbehrt jeder Grundlage. Sie sind dann so geschwächt wie Komapatienten. Was reden wir also hier herum. Ihr seid zur Erholung rausgekommen. Also erholt euch und lernt einander besser kennen. Für eine erfolgreiche Forschungsarbeit!“