Operation Zeitensprung - ein utopischer Roman (31)

Veröffentlicht auf von anna

Seien Sie nicht zu empfindlich, meine Herrschaften! Sie sind wie aus dem Nichts auf meinem Land aufgetaucht. Bei unserem Sicherheitssystem ist das völlig unerklärlich. Da mussten meine Männer vorsichtig sein. Sie wollten ihnen nichts tun. Aber Sie ...“

Wir sind in friedlicher Absicht unterwegs“, fiel ihm Ernst ins Wort. Er bemühte sich um einen diplomatischen Ton, der so gar nicht zu ihm passte.

Hütermanns Finger jagten einander voll Unruhe. Auf seinem Gesicht lag noch immer dieses unverbindliche Lächeln. Offenbar waren wir ihm unheimlich. Woher aber sollte er erahnen, was hinter unserer jugendlichen Fassade steckte?

Ich will Ihnen das gern glauben. Aber gerade dann haben Sie doch nichts dagegen, wenn meine Männer Ihr Fahrzeug genauer ansehen? Es hat für uns unerklärliche Eigenschaften. So, wie es mein Sicherheitssystem überwinden konnte, wird es das bei anderen auch tun. Und ich bin, offen gesagt, auf Ihre Antriebs- und Karosseriematerialien gespannt. Alles verspricht einen ungewöhnlich hohen Ertrag.“

Sein Blick wanderte von Gesicht zu Gesicht. Ich verbarg meine Gedanken. Ahnte er unsere Herkunft? Auch die anderen schwiegen abwartend.

Überlassen Sie mir die Fabrikationsunterlagen. Ich würde jeden einzelnen von Ihnen mit vier Prozent am Gewinn beteiligen. Für Ihr jugendliches Alter ein mehr als faires Angebot.“

Ich nehme an, wir bleiben Ihre Gäste. Dürfen wir uns bis morgen beraten?“

Ernst hatte sich gut angepasst.

Hütermann war nicht der von Müntzer erträumte Mensch der Zukunft. Unserer auch nicht. Aber was war das für eine Zukunft?

Dürfen wir uns noch etwas wünschen?“

Hanna sah den etwa fünfzigjährigen Herren mit ihrem sanftesten Rehblick an. Hütermann strich sich über die grau melierte Striegelfrisur.

Ihre Wünsche sind mir Befehl. Womit kann ich dienen?“

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