Missglückter Roman, 5. Kapitel, "Kindernonnen und Kindermönche" (8. Fortsetzung)
Da rief Katharina vom Schanktisch aus den Männern etwas zu. Ich verstand nicht was, ob „Was haben euch die Kinder getan?“ oder „Sie haben sich Gott verschrieben.“
Jedenfalls blieben die ersten verwirrt stehen. Zögernd drehten sie sich um. Einer von ihnen knurrte etwas zu uns herüber. Das nahmen wir als Signal zur Flucht. Wir rannten, was das Zeug hielt. Ernst, unser langsamster und dickster, drehte sich um, kaum, dass wir aus der Tür waren. Ihm bekam die wilde Rennerei am wenigsten. Bevor ihn die nun hinter uns her stampfenden Bauern erreicht hatten, fand er ein geeignetes Ziel für seinen Strahler. Die Verfolger mussten zusehen, wie aus ein paar ahnungslos auf der Straße herumlaufenden Hühnern Flammen hervorsprangen und die Tiere halb geröstet umfielen. Das immer, nachdem Ernst sein seltsames Ding auf sie gerichtet hatte. Jetzt richtete er dieses Ding auf die Männer. Sie blieben entsetzt stehen, wichen, nachdem Ernst auch einen wütend kläffenden Dorfköter zum ewigen Schweigen gebracht hatte, in den Gastraum zurück und ließen uns unbehelligt ziehen.
Wir hofften, die Gesprächsfetzen richtig gedeutet zu haben. Demnach sammelten sich Truppen im Süden des Dorfes – die des Truchseß genau wie die Bauernhaufen. Nur, wenn wir bis zum Startsignal zwischen den Tausenden von Männern unbemerkt blieben, würden wir eine Schlacht auslösen können. Geschlafen haben wir nicht viel.