Operation Zeitensprung, 7. Kapitel: Ankunft im Märchenwald (6. Fortsetzung)
Ich antwortete wie ein Roboter:
„Das werden wir.“
Das war ein Spuk. Meinetwegen ein Traum. Ich sah mich um. Die dreizehn Augenpaare meiner Kameraden gafften so ungläubig wie ich. Mir fiel sofort eine schreckliche Erklärung ein: Das alles war eine Halluzination. Wir waren irgendwo, egal wo, nur nicht dort, wo wir zu sein glaubten. Man hatte uns in der Hand. Jemand suggerierte uns eine absonderliche Situation, um uns zu testen. Man, jemand - wer immer das sein konnte. Wir hatten verloren. Sollten wir rundum ballern, um so viele in den Tod mitzunehmen wie möglich? Wenn aber auch das zu dieser Halluzination gehörte? Dass wir hier davonkommen würden war ausgeschlossen. Uns fehlte der Schlüssel zum Aufwachen. Und wenn wir uns dem Traum anpassten? Er war bequem.
Mama lächelte.
„In der linken Fensterecke ist erstmal Platz für euer Zeug. Nachher können wir immer noch überlegen, was wir womit machen.“
Also zeigte ich Wohlverhalten. Als wäre es die natürlichste Sache der Welt stand ich auf, berührte mit der Nadel die Kontakte an meinem Anzug und schälte mich heraus. Ach ja, ich trug das Kleid darunter, das Helmut so sexy fand. Ich ging zum Fenstertisch, an dem niemand saß, legte dort meinen Strahler ab. Die anderen machten es mir nach. Wir kehrten an unsere Plätze zurück, setzten uns wieder. Ja und dann fiel mir Nuks entgeistertes Gesicht auf.
„Robin ist ja ein Mädchen!“
Das passte nicht in eine sinnvolle Gruppensuggestion oder etwas Ähnliches. Die Verwunderung war so echt wie diese seltsame Familie.
Wir stellten uns mit Namen vor, mit Vornamen, wie wir es von Nuk kannten. Vielleicht war das hier so Sitte.
„Habt ihr überhaupt keinen Hunger?“